Wer bestimmt die Zukunft einer Familie? Eine Debatte um die Qualitätssicherung familienrechtlicher Gutachten

 

Die Fachschaften Jura und Psychologie laden ein!

 

In familienrechtlichen Verfahren kann für die betroffenen Familien viel auf dem Spiel stehen. Insbesondere Sorgerechts- und Kindeswohlgefährdungsfragen sind äußerst sensible Bereiche, in denen die richterliche Entscheidung oft auf Gutachten beruht.

Bezüglich der qualitativen Hintergründe von Gutachterinnen und Gutachtern hat die Richterschaft komplette Wahlfreiheit. Richterinnen und Richter, die selten eine psychologische (o.ä.) Zusatzausbildung haben, können ihre Auswahl zwar oft durch langjährige Erfahrung treffen. Ob dabei wissenschaftliche Standards eingehalten werden, ist eine andere Frage.

So kommen Studien zu dem Schluss, dass bis zu 75% der familienrechtlichen Gutachten fehlerhaft seien.

Nicht zuletzt deswegen wurde im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart, die Qualität von Gerichtsverfahren allgemein zu stärken.

 

Über die Möglichkeiten, dies umzusetzen und den neu entwickelten Leitfaden „Mindestanforderungen an Gutachten im Kindschaftsrecht“ wollen wir an dem Abend mit

 

Frau Dr. jur. Dipl.-Psych. Anja Kannegießer, Rechtsanwältin und Gutachterin, Mitverfasserin des Leitfadens,

 

Herrn Dr. phil. Dipl.-Psych. Manfred Göhler, Familienpsychologischer Sachverständiger, Referent Deutsche Richterakademie und

 

Herrn Andreas Hornung, Richter am OLG Hamm, 3. Senat für Familiensachen, vorher Familienrichter AG Warendorf

 

sprechen.

 

Moderiert wird der Abend von Frau Karolina Gajewski, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Deutsches und Internationales Familienrecht.

 

 

Beiträge aus der Zuhörerschaft sind willkommen!